Brennwertheizung & Brennwerttechnik - Nützliche Tipps!
Informationen über Brennwerttechnik und Brennwertheizung gesucht? Nützliche Tipps zu Technik, Problemen und Kalkulation einer Brennwertheizung.
Brennwertheizung - was ist das eigentlich?
Ist man gerade auf der Suche nach einer neuen Heizungsanlage wird man fast zwangsläufig über den Begriff Brennwerttechnik bzw. Brennwertheizung stolpern. Was so eine Brennwertheizung von einer klassischen Heizungsanlage unterscheidet soll in diesem Artikel angesprochen werden.
Was ist anders bei der Brennwerttechnik?
Einfach gesagt, nutzt eine Brennwertheizung die bei der Verbrennung gelieferte Energie besser als herkömmliche Heizungsanlagen. Dies geschieht dadurch, dass bei der Brennwerttechnik die Kondensationswärme in den heißen Abgasen genutzt wird und sie damit einen höheren Wirkungsgrad wie eine herkömmliche Heizungsanlage erreichen kann.
Die Brennwerttechnik hat sich erst in den letzten 25 Jahren entwickelt, hat sich aber auch enorm seit dieser Zeit weiter entwickelt und bietet heute eine ausgereifte Technik zu erschwinglichen Preisen für verschiedenste Energieträger an. So gibt es unter anderem Brennwerttechnik für Öl-, Gas- oder Pelletheizungen auf dem Markt.
Will man eine Brennwertheizung im Haus nachrüsten, sollte man sich darüber bewusst sein, dass hier häufig eine Sanierung des Schornsteins mit einher geht, da die kühlere Temperatur der abgeführten Abgase einer Brennwertheizung bei Kaminen älterer Bauart zu einer Versottung führen kann. Die Umrüstung des Kamins ist aber häufig nicht mit einem Neubau des Kaminzuges verbunden, sondern es wird nachträglich ein Rohr aus Edelstahl oder auch wärmebeständigem Spezialkunststoff in den alten Kamin eingeführt. Dieses Verfahren ist relativ Preisgünstig und sichert die uneingeschränkte Nutzung des Kamins mit der neuen Heizung. Die Kosten sollten allerdings bei der Planung nicht völlig vernachlässigt werden. Auch bei solch einer einfach umzusetzenden Umrüstung des Rauchabzugs können Kosten im unteren 4stelligen Bereich entstehen.
Kondesflüssigkeit muss gefiltert werden
Bei einer Heizung mit Brennwerttechnik fällt durch Kondensation der Abgase eine nicht unerhebliche Menge an Kondensflüssigkeit an. Dieses Wasser hat einen sehr niedrigen PH Wert und kann unedle Metalle wie zum Beispiel Abwasserrohre etc. angreifen. Dieses Kondensat der Brennwertheizung darf nicht ohne spezielle Filterung ins Abwasser eingeleitet werden. Diese Filter beinhalten meist ein Granulat auf natürlicher Basis welches den PH Wert des Kondensats neutralisiert. Nach der Neutralisation kann das Abwasser der Brennwertheizung theoretisch auch wieder in den Nutzwasserkreislauf im Haus zugeführt werden. Es eignet sich zum Beispiel gut für Toilettenspülung oder Putzwasser und ähnliches. Trinkwasserqualität hat es natürlich nicht!
Warum sich eine Brennwertheizung rechnet
Eine Brennwertheizung muss in Deutschland nur alle 2 Jahre vom Schornsteinfeger geprüft werden. Herkömmliche Heizungsanlagen dagegen jedes Jahr. Kleinanlagen bis 11KW mit Brennwerttechnik sind von der Prüfung generell ausgenommen. Die Vorteile einer Brennwert Heizung liegen auf der Hand. Durch den höheren Wirkungsgrad spart man auf Dauer einiges an Brennstoff ein. Die Ausnahme von der Prüfung durch den Schornsteinfeger tut bei Kleinanlagen ihr Übriges um eine Anschaffung solch einer Anlage mit Brennwerttechnik noch lukrativer zu gestalten. Gerade beim Neubau eines Hauses gibt es im Prinzip keinen Weg mehr an einer modernen Brennwertheizung vorbei.
Darüber hinaus gibt es auch einige Fördermöglichkeiten bei Umrüstung oder Neukauf einer modernen Heizungsanlage vom Staat. Wir haben in einem ausführlichen Artikel einmal verschiedene Förderprogramme vorgestellt. Förderung von Heizungsanlagen
Viel Erfolg und angenehme Stunden mit Ihrer neuen Heizung!