Ist man gerade auf der Suche nach einer neuen Heizungsanlage wird man fast zwangsläufig über den Begriff Brennwerttechnik bzw. Brennwert Heizung stolpern. Was so eine Brennwertheizung von einer klassischen Heizung unterscheidet soll in diesem Artikel angesprochen werden.
Einfach gesagt, nutzt eine Brennwert Heizung die bei der Verbrennung gelieferte Energie besser als herkömmliche Heizungsanlagen. Dies geschieht dadurch, dass bei der Brennwerttechnik die Kondensationswärme in den heißen Abgasen genutzt wird und sie damit einen höheren Wirkungsgrad wie eine herkömmliche Heizungsanlage erreichen kann.
Die Brennwerttechnik hat sich erst in den letzten 20 Jahren entwickelt, hat sich aber auch enorm seit dieser Zeit weiter entwickelt und bietet heute eine ausgereifte Technik zu erschwinglichen Preisen für verschiedenste Energieträger an. So gibt es unter anderem Brennwerttechnik für Öl-, Gas- oder Pelletheizungen auf dem Markt.
Will man eine Brennwert Heizung im Haus nachrüsten, sollte man sich darüber bewusst sein, dass hier häufig eine Sanierung des Schornsteins mit einher geht, da die kühlere Temperatur der abgeführten Abgase einer Brennwertheizung bei Kaminen älterer Bauart zu einer Versottung führen kann. Die Umrüstung des Kamins ist aber häufig nicht mit einem Neubau des Kaminzuges verbunden, sondern es wird nachträglich ein Rohr aus Edelstahl oder auch wärmebeständigem Spezialkunststoff in den alten Kamin eingeführt. Dieses Verfahren ist relativ Preisgünstig und sichert die uneingeschränkte Nutzung des Kamins mit der Brennwert Heizung.
Bei einer Heizung mit Brennwerttechnik fällt durch Kondensation der Abgase eine nicht unerhebliche Menge an Kondensflüssigkeit an. Dieses Wasser hat einen sehr niedrigen PH Wert und kann unedle Metalle wie zum Beispiel Abwasserrohre etc. angreifen. Dieses Kondensat der Brennwertheizung darf nicht ohne spezielle Filterung ins Abwasser eingeleitet werden. Diese Filter beinhalten meist ein Granulat auf natürlicher Basis welches den PH Wert des Kondensats neutralisiert. Nach der Neutralisation kann das Abwasser der Brennwert Heizung theoretisch auch wieder in den Nutzwasserkreislauf im Haus zugeführt werden. Es eignet sich zum Beispiel gut für Toilettenspülung oder Putzwasser und ähnliches.
Eine Brennwertheizung muss in Deutschland nur alle 2 Jahre vom Schornsteinfeger geprüft werden. Herkömmliche Heizungsanlagen dagegen jedes Jahr. Klein- anlagen bis 11KW mit Brennwerttechnik sind von der Prüfung generell ausge- nommen. Die Vorteile einer Brennwert Heizung liegen auf der Hand. Durch den höheren Wirkungsgrad spart man auf Dauer einiges an Brennstoff ein. Die Ausnahme von der Prüfung durch den Schornsteinfeger tut bei Kleinanlagen ihr Übriges um eine Anschaffung solch einer Anlage mit Brennwerttechnik noch lukrativer zu gestalten. Gerade beim Neubau eines Hauses gibt es im Prinzip keinen Weg mehr an einer modernen Brennwertheizung vorbei.
Viel Erfolg mit Ihrer Brennwertheizung!
Wasserführende Kaminöfen [interner Link]
Auch für viele interessant ist die Möglichkeit seinen Kaminofen in den Heizkreislauf einzubinden.
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