
Feuchtigkeitsmessgerät / Holzfeuchtemesser
Auf der Suche nach einem Holzfeuchtemessgerät? Hier erfahren Sie worauf man beim Kauf eines Feuchtigkeitsmessgerät / Holzfeuchtemesser achten sollte.
Das Brennholz für den nächsten Winter ist gekauft und schon seit einiger Zeit eingelagert. Aber ist das Feuerholz auch trocken genug um es dem Kaminofen als Futter zukommen zu lassen? Schön wäre ja, wenn man einfach mit einem Feuchtigkeitsmessgerät feststellen könnte wie der Wassergehalt im Holz ist, um sicher zu sein kein zu feuchtes Holz im Ofen zu verheizen. Worauf sollte man aber beim Messen mit einem Holzfeuchtemesser achten und was ist beim Kauf eines solchen Feuchtigkeitsmessgerät zu beachten? Diese und weitere Antworten auf Ihre Fragen erhalten Sie, wenn Sie diesen Artikel über Feuchtemesser noch ein wenig weiterlesen.
Ein für den Hausgebrauch erschwing- liches Feuchtigkeitsmessgerät ist in aller Regel kein reiner Holzfeuchte- messer, sondern eine Art Kombigerät welches auch für andere Materialien wie Stein, Beton usw. einsetzbar ist. So könnte man mit solch einem Feuchtemesser auch feststellen ob in Neubauten schon genügend Feuchtig- keit aus den Wänden entwichen ist oder auch ob nach einem Wasserschaden der Fußboden schon wieder völlig abgetrocknet ist. Primär wollen wir aber natürlich mit dem Feuchtigkeits- messgerät den Wasserge- halt in unserem Brennholz überprüfen und daher werden wir uns im weiteren Verlauf des Artikels auch auf diese Funktion der Feuchtemesser beschränken.
Holzfeuchtemessgerät – Funktionsweise
Alle Holzfeuchtemesser arbeiten im Prinzip sehr ähnlich. An der Kopfseite der Feuchtemesser sind zwei Metallstifte ausgeführt die in das Holz gesteckt, bzw. je nach Härte des Holzes einfach an das Holz gedrückt werden. Nun misst das Feuchtigkeitsmessgerät den elektrischen Widerstand zwischen den beiden Elektroden und ermittelt hieraus dann einen prozentualen Feuchtewert. Dies gelingt weil Holz im trockenen Zustand einen sehr hohen elektrischen Widerstand bietet und erst bei Zugabe von Wasser eine höhere Leitfähigkeit entwickelt. Je höher der Wassergehalt im Holz, desto besser ist die Leitfähigkeit des Holzes (niedriger Widerstand).
Je nach Holzfeuchtemesser wird das Ergebnis der Messung als Prozentualer Wert ausgegeben oder ist über eine Farbskala ablesbar. Zeigt das Holzfeuchtemessgerät dabei einen Wert deutlich über 20% Holzfeuchte an, ist das Holz zum Verheizen auf jeden Fall noch zu nass und sollte noch eine weitere Saison abgelagert werden. Werte zwischen 17% und 22% sind noch Ok und Werte bis 17% sind ideal zum Verheizen geeignet.
Feuchtigkeitsmessgerät – der Kauf
Holzfeuchtemesser werden in Preislagen von etwa 15 Euro bis über 100 Euro angeboten. Hier stellt sich die Frage ob man eher zu einem hochpreisigen Holzfeuchtemessgerät greifen soll, oder ist der Feuchtemesser vom Discounter ebenfalls ausreichend?
Die Empfehlung für den einfachen Hausgebrauch ist recht eindeutig. Da solch ein Holzfeuchtemessgerät in aller Regel nur wenige Male im Jahr eingesetzt wird, und auch weil es im Prinzip nicht so wichtig ist, dass das Feuchtigkeitsmessgerät eine besonders hohe Messgenauigkeit (<2%) aufweist, reicht für solche Zwecke sicherlich auch ein Gerät in der unteren Preisklasse vollkommen aus. Im professionellen Einsatz als Holzhändler oder Sanierer sollte man sicherlich auf die hochwertiger verarbeiteten Feuchtemesser zurückgreifen und die etwas teurere Investition nicht scheuen um auch bei hartem Einsatz immer zuverlässige Werte ermitteln zu können.
Holzfeuchtemesser – die Messung
Beim Messen der Holzfeuchte mit einem Feuchtemesser sollte man darauf achten immer an mehreren Punkten des Holzes eine Messung durchzuführen, da eine Feuchteverteilung je nach Feuchtigkeitsgrad des Holzes unterschiedlich sein kann. Eventuell vorhandene Rinde am Holz sollte an der Messstelle entfernt werden, da auch hier das Messergebnis verfälscht werden kann. Außerdem sollte man darauf achten, die Spitzen des Holzfeuchtemessgerät fest auf das Holz zu drücken. Dringen die Spitzen ins Holz ein ist dies natürlich noch besser, ist aber sicherlich nur bei Weichhölzern möglich. Übermäßige Gewalt ist allerdings nicht beim andrücken nötig um ein korrektes Ergebnis auf dem Display des Feuchtemesser angezeigt zu bekommen. Das verkürzt nur die Lebensdauer des Feuchtigkeitsmessgerätes unnötig.
Feuchtemesser – Fazit
In jedem Haushalt der mit Brennholz heizt, sollte ein Feuchtigkeitsmessgerät vorhanden sein um Schäden am Kamin durch zu feuchtes Holz (Versottungsgefahr) auch auf lange Sicht zu vermeiden. Die Preise der Feuchtemesser lassen auch keine Ausrede von zu hohen Anschaffungskosten gelten. Für den Hausgebrauch reicht ein einfacher, günstiger Holzfeuchtemesser vollkommen aus. Im Profibereich darf es auch gerne ein etwas hochpreisigeres und genaueres Holzfeuchtemessgerät sein.
Viel Erfolg beim Holzfeuchtemessgeräte kauf!
Quelle: kaminholz-wissen.de




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