Im Volksmund wird ein Dauerbrenner gerne als ein Ofen angesehen, der für den Dauerbetrieb zum Heizen eingesetzt werden kann, der also ständig befeuert werden kann. Diese Definition für einen Dauerbrandofen ist schlicht nicht richtig. Hiernach müssten die meisten Kaminöfen fürs Wohnzimmer ebenfalls Dauerbrandöfen sein. Ein weiterer Irrglaube ist, dass ein Dauerbrenner Aufgrund seiner Bauweise besonders lange seine Wärme halten kann. Auch das ist kein Dauerbrandofen, da dieser keine Speicherfunktion innehat. Falls Sie die korrekte Definition für einen Dauerbrenner erfahren wollen, sollten Sie diesen Artikel über Dauerbrandöfen noch ein wenig weiter verfolgen. Es lohnt sich bestimmt. :-)
Was der Dauerbrenner nicht ist, haben wir ja schon geklärt. Aber was ist denn ein Dauerbrandofen nun?
Eigentlich ist das recht einfach. Beim Begriff „Dauer“ geht es um die Zeit, die der Dauerbrenner seine Glut halten kann, ohne dass wieder Brennstoff nachgelegt werden muss. Die Zeit, die ein Ofen ohne nachlegen überbrücken können muss um sich Dauerbrandofen nennen zu können, ist in Deutschland natürlich auch genau definiert. So muss der Dauerbrenner bei Nennleistung seine Glut mindestens 1,5 Std. halten können wenn er mit Kaminholz befeuert wird und bei Befeuerung mit Braunkohlebriketts mindestens 4 Stunden.
Die oft wesentlich höheren Brenndauer Angaben bei Dauerbrandöfen beziehen sich meist nicht auf die Nennleistung der Dauerbrenner, sondern auf die so genannte Teillast. Die Teillast ist dabei ein Maß für den Abbrand bei einer reduzierten Luftzufuhr und damit natürlich bedingten langsameren abbrennen der Brennstoffe. Als Mindestmaß sind hier auch wieder bestimmte Werte vorgegeben, die einen Dauerbrandofen definieren. So muss ein Dauerbrenner bei Teillast seine Glut mindestens 10 Stunden halten können wenn mit Brennholz gefeuert wird und bei Braunkohlebrikettfeuerung sind mindestens 14 Stunden Gluthaltung nötig um sich berechtigt Dauerbrandofen nennen zu dürfen.
Dauerbrenner eignen sich besonders für Feuerungsstätten, die nicht kontinuierlich mit Brennstoffen versorgt werden können oder sollen. Allerdings sollte man beachten, dass Dauerbrandöfen in der Praxis die angegebenen Haltezeiten oft nicht wirklich erreichen können, da die Bedingungen nicht ideal sind. Zum einen werden Dauerbrenner oft mit einer Mischung aus Kaminholz und Briketts befeuert, was die Haltezeit verringert und zum zweiten wird die Luftzufuhr sicherlich häufig nicht auf das nötige Minimum reduziert, dass es ermöglicht die angegebenen Zeiten zu erreichen. Darüber hinaus ist natürlich auch die Art des Brennholzes (Weichholz / Hartholz – hohe rel. Feuchte / niedrige rel. Feuchte) auch entscheidend für die Dauer des Abbrandes im Dauerbrandofen. Bedenken sie diese Umstände bitte beim Dauerbrenner Kauf auf jeden Fall.
Der Vorteil, dass man relativ selten bei einem Dauerbrandofen Holz / Briketts nachlegen muss wurde ja schon weiter oben angesprochen. Gegen die Verwendung von Dauerbrennern spricht allerdings, dass gerade bei einem Betrieb mit stark reduzierter Sauerstoffzufuhr massiv verstärkt Umweltschädliche Emissionen verschiedener Abgase entstehen. Der Wirkungsgrad der Dauerbrenner verringert sich darüber hinaus überproportional und eine verstärkte Rußbildung verschmutzt sowohl Ofenscheiben (falls vorhanden) als auch den Kamin stärker, so dass ein erhöhter Aufwand zur Reinigung nötig sein wird.
Soll nicht ständig die hohe Brenndauer der Dauerbrenner ausgenutzt werden, macht eine Anschaffung also durchaus Sinn, bei einem dauerhaften Betrieb im „Sparmodus“ hingegen werden es Dauerbrandöfen auch aufgrund der immer strenger werdenden Abgasrichtlinien in Zukunft schwer auf dem Markt haben. Als Alternative bieten sich vielleicht Wärmespeicheröfen wie Specksteinöfen oder Kachelöfen an.
Viel Erfolg beim Einsatz Ihres Dauerbrandofen!
Küchenherde [interner Link]
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