Kachelöfen sind sicherlich die Klassiker schlechthin unter den Holzöfen. Nicht nur hat der Kachelofenbau schon seit dem Mittelalter Tradition in einigen Gegenden, sondern viele Menschen verbinden mit Kachelöfen auch ein Urgefühl der Gemütlichkeit. Was es mit dem guten alten Kachelofen auf sich hat und welche Unterschiede es zwischen verschiedenen Kachelöfen gibt soll dieser Artikel klären.
Kachelofenbau ist tatsächlich ein sehr altes Handwerk. Bereits im 14. Jahrhundert wurden im Alpenraum die ersten Vorläufer unserer heutigen Kachelöfen gebaut. Allerdings hat sich der Kachelofenbau im Laufe der Jahrhunderte sehr gewandelt. Die ersten Kachelöfen hatten tatsächlich nicht allzu viel mit dem heutigen Kachelofen gemein. So hatten die ersten Kachelöfen zum Beispiel nicht mal einen Rauchabzug. Die Abgase traten einfach an der offenen Tür des Feuerungsraumes wieder ins Freie. Wie schlecht da die Luft in so manchem Raum war kann man sich heutzutage kaum noch vorstellen. Allerdings hat sich zum Glück der Kachelofenbau sehr viel weiter entwickelt und bietet uns Heute eine großartige Möglichkeit die eigenen vier Wände zu heizen.
Kachelofen ist nicht gleich Kachelofen. Es gibt einige Unterschiede in der Bauweise von Kachelöfen. So gibt es...
• den Warmluftkachelofen. Er arbeitet nach dem Prinzip der Konvektion. Kalte Luft strömt dabei vorne in die Brennkammer ein, erwärmt sich und tritt dann wieder oben am Ofen aus Öffnungen aus oder wird über Rohrsysteme weitergeleitet. Ein Warmluftkachelofen kann schnell wieder Wärme an die Umgebung abgeben.
• den Grundofen. Er ist anders wie sein Vetter ein Ofen, der hauptsächlich über Strahlungswärme seine Energie wieder abgibt. Nachteil hierbei ist, dass er lange braucht bis er Wärme abgeben kann. Vorteil ist, er hält dafür sehr lange seine Wärme und gibt sie gleichmäßig als Strahlungswärme in den Raum ab. Mehr dazu hier: Grundofen
• den Kombikachelofen. Er ist vom Prinzip her eine Mischung aus den beiden vorher genannten Öfen. Er kombiniert den Vorteil des schnellen aufheizens und das lange halten der Wärme in sich in bestmöglicher Form.
• außerdem den Luft – Hypokausten - Ofen. Er heizt zusätzlich noch über ein in sich geschlossenes Luftumwälzsystem Wände oder Sitzbänke oder Ähnliches mit.
Auch in den letzten Jahren hat sich der Kachelofenbau ein gutes Stück weiterentwickelt,so gibt es heute auch die Möglichkeit in den Kachelofen Wärmetauscher ein- zubauen. Dieser Wärmetauscher ist eine Art Boiler mit Wasser, das zusätzlich erhitzt werden kann um dann als Brauchwasser oder auch Heiz- wasser für Heizkörper genutzt zu werden. Mit solch einem Kachelofen Wärmetauscher ist es im Prinzip möglich (genügend Heizleistung voraus- gesetzt) das gesamte Haus mit Wärme zu versorgen.
Welche Kachelofen Bauform man für seine Wohnung benötigt, ist immer auch eine Frage der persönlichen Präferenzen. Ist es wichtig schnell einen Raum aufzuheizen, eignet sich sicherlich ein Warmluftkachelofen besonders gut. Soll der Kachelofen besonders lange und gleichmäßig Wärme abgeben, kommt nur ein Grundofen in Frage. Und wenn es von beidem etwas sein soll, entscheidet man sich wohl am besten für den Kombi-Kachelofen.
Wie auch immer man sich entscheidet, Kachelöfen sind auf jeden Fall immer ein echter Blickfang und oft ein guter und gemütlicher Wohnmittelpunkt im Haus und damit sicherlich nicht die schlechteste Wahl einer Holzheizung.
Viel Spaß und Erfolg mit Ihrem Kachelofen!
Grundofen [interner Link]
Als Variante des Kachelofens ist der Grundofen sehr beliebt. Hier gibt es mehr Interessantes zu diesem Thema zu entdecken.
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