Der Begriff Energieholz geistert seit einigen Jahren immer mal wieder durch die verschiedenen Medien und wird als interessante und hoffnungsvolle Alternative zu den fossilen Brennstoffen gehandelt. Aber was ist denn überhaupt Energieholz und was ist damit machbar? Diesen Fragen soll in diesem Artikel auf den Grund gegangen werden.
Energieholz kann vom Prinzip her jedes Holz sein, egal ob Buchenholz, Eichenholz, Altholz oder Resthölzer der Holz- verarbeitenden Industrie. In der Praxis wird als Energieholz in aller Regel nur so genanntes „minder- wertiges Holz“ als Energieholz verwendet. So sind das Hölzer wie zum Beispiel Pappelholz, welches sehr schnell wachsend ist und für andere Verarbeitungszwecke ungeeignet ist. Oder auch Holzabfälle in der Forstwirtschaft wie Baumkronen, (dünne) Äste und Beschnitt aus der kommu- nalen Bestandspflege. Mit Einschrän- kungen wird aber auch Altholz wie alte Möbel, Holzverkleidungen etc als Energieholz verwendet. Allerdings gelten bei Altholz strenge Auflagen bezüglich Giftstoffen wie Lacken oder Kunststoffbeschichtungen der Hölzer.
Verwendet wird Energieholz, wie der Name ja schon nahe legt, zur Energiegewinnung. Häufig kommt das Holz in Form von Hackschnitzeln oder auch Holzscheiten in die Heizungsanlagen. Aber auch in weiterverarbeiteter Form als Holzpellets oder Holzbriketts trifft man immer häufiger Energieholz auf dem Markt an. Energieholz wird natürlich nicht nur in privaten Kleinanlagen zur Energiegewinnung genutzt, ganz im Gegenteil, die industriellen Großanlagen nutzen schon wesentlich länger die Energie der Holzabfälle und Energieholz im allgemeinen zur Wärmegewinnung bzw. natürlich auch zur Stromerzeugung.
Ganz interessant in Bezug auf die Energiegewinnung ist, dass in Deutschland mit seinem hohen und ständig weiter wachsenden Waldanteil von derzeit über 30% der Staatsfläche nur weniger als 4% seiner Energie aus Energieholz bzw. allgemein aus Holz als Energieträger bezieht. Allerdings ist hier in den letzten Jahren bereits ein Umdenken zu spüren. Es wird jedes Jahr spürbar mehr Holz zur Energiegewinnung sowohl im privaten Bereich als auch in der Industrie genutzt. Somit könnte Energieholz in der Zukunft aufgrund seiner CO2 Neutralität tatsächlich auch seinen Teil zum Schutz der Umwelt beitragen indem es den fossilen Brennstoffen weitere Marktanteile abnimmt. Holz als Energieträger wird also in Zukunft in Deutschland sicherlich, wie andere erneuerbare Energieträger auch, eine wichtigere Rolle im Energiemix einnehmen.
Vielleicht ist ja auch für Sie ein Umstieg auf eine Holzheizung eine interessante Alternative um Zukünftig nicht Sklave der Preisspirale bei fossilen Brennstoffen zu sein und Ihren Beitrag für eine gesündere Umwelt zu leisten.
Kaminholz Maße [interner Link]
Welche Fachbegriffe werden für die verschiedenen Raummaße beim Brennholzverkauf genutzt. Hier gibts mehr dazu.
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